Methoden der Darmreinigung
Neben der oben beschriebenen Basenkur kann eine Darmreinigung oder
sogar Darmsanierung nötig sein. Eine umfassende Darmsanierung
sollte in Absprache mit Arzt oder Heilpraktiker erfolgen. Sie selbst
aber können verschiedene Methoden für eine Darmreinigung
nutzen. Hier die bekanntesten:
Olivenölfasten: Bei dieser meist einwöchigen Fastenvariante
nimmt man nur Wasser und zwei Eßlöffel Olivenöl mit
einem halben Glas Orangensaft zu sich, und zwar vier- bis fünfmal
täglich. Durch Fasten wird die laufende Verschlackung gestoppt,
und das Öl löst alte Schlacken. Um den Dickdarm vollständig
zu reinigen, sind viele Wiederholungen des Olivenölfastens nötig.
Tonerdefasten: Ein siebentägiges Saftfasten wird durch die Einnahme
von Heilerde (auch Bentonit und Vulkanasche werden verwendet) und
Flohsamen, mehrmals täglich, ergänzt. Hierbei löst
die feine Erde die alten Schlacken, und Flohsamen helfen, diese auszuscheiden.
Mehrere dieser Kuren sind nötig, um alle alten Darmverkrustungen
zu entfernen.
Darmspülungen (Colon-Hydrotherapie): Dabei handelt es sich um
eine raffinierte Art von Einläufen, bei denen mit Hilfe spezieller
Apparate Wasser direkt in den Dickdarm gepumpt und alter Kot herausgespült
werden kann. Diese Technik ist bedeutend effektiver als die altbekannten
einfachen Einläufe. (Nicht alle Geräte arbeiten mit gefiltertem
Wasser, was bei Chlorierung unbedingt nötig ist.) Auch hier
benötigt man mehrere Darmspülungen, um eine nachhaltige
Wirkung zu erreichen. Ein Ausschwemmen des am stärksten verhärteten
Materials ist jedoch nicht möglich, dafür werden andererseits
positive Impulse durch die Stimulierung der Darmreflexzonen hervorgerufen.
Eine begleitende Obst- und Gemüsediät wird empfohlen.
Bärlauch-Bitter-Kur: Diese Kur ist nach Studien von Prof. Siegers,
Klinik Warnsdorf, und Dr. Nowak, Bad Iburg, eine sanfte, aber erfolgreiche
Methode der Darmsanierung - insbesondere bei begleitender Ernährungsumstellung
auf vorwiegend basische Kost. Die gesunden Darmbakterien werden durch
die Bärlauch-Bitter-Kur unterstützt, Darmpilze wie Candida
zurückgerdängt und die Verdauung insgesamt harmonisiert.
Dabei nimmt man zu jeder Mahlzeit 1 Teel. Bitterpflanzen-Granulat
("Urbitter"-Bio-Granulat) und vor jeder Mahlzeit 2-3 Kapseln
Bärlauch-Frischblatt (auch als Bärlauch-Granulat).
Gray-Kur: Die Gray-Kur bekam ihren Namen nach seinem Erntwickler
Robert Gray. Sie besteht aus drei Präparaten: Reinigungstabletten
aus verschiedenen Pflanzen, sogenannten Massebildnern aus Flohsamen,
Spirulina und anderen Pflanzen und aus eine "Laktobakteriennahrung" genannten
Mischung aus Zwiebelpulver, Spirulina, Löwenzahn und Kalziumkarbonat.
Die Kombination der drei Mittel soll das Lösen von Darmschlacken
und die Besiedlung gesunder Bakterien bewirken.
Clean-Me-Out-Programm: Diese Darmkur wurde Mitte der 80er Jahre
von Dr. Richard Anderson entwickelt. Es werden spezielle Kräutershakes,
Tonerde und Flohsamen eingenommen. Sie enthält jedoch keine
pflanzliche Laktobakterien-Nahrung, wie die Gray-Kur, statt dessen
wird eine Bakterienmischung per Einlauf und Einnahme zugeführt.
Das Clean-Me-Out wird in der Regel in drei Stufen durchgeführt.
In der mehrwöchigen Vorreinigung wird eine Mahlzeit durch die
Präparate ersetzt; in der Hauptphase zwei Mahlzeiten, und während
der 7tägigen Intensivphase nimmt man nur noch die Shakes zu
sich. Während der gesamten Kur werden tägliche Einläufe
empfohlen. Eine sorgsame Anwendung der Kur ist nötig, da sonst
starke "Heilreaktionen" durch ausgeschwemmte Gifte auftreten
können.
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